Wie bestatten? - Eine Gemeinwesenmediation

Der alte Friedhof in Zeibach - bald der Ort für neue Bestattungsformen?

Die kommerziellen Bestattungswälder bei Lauterbach und Laubach, dazu - oder dadurch angeregt? - die Nachfrage durch Einwohnerinnen und Einwohner des Feldatals stelle die Kommunalgemeinde vor die Frage: Soll ein gemeindeeigender Bestattungswald angelegt werden?

Auf Anregung der Evangelischen Kirchengemeinde Groß-Felda führte die Evangelische Erwachsenenbildung ein beratendes Bürgerinnen- und Bürgerbeteiligungsverfahren durch.

Die Alsfelder Allgemeine berichtete über die Anfangs- und Abschlussveranstaltung.

Die Beschlussvorlage der beratenden Bürgerinnen- und Bürgerversammlung vom 16.09.08 finden Sie hier.

Begleitet und beraten wurde der Mediationsprozess durch die Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal. Den Bericht der AFD finden Sie hier.

Seit dem 17.12.2009 hat die Gemeinde Feldatal eine neue Friedhofssatzung. Ohne alle Vorschläge der Gemeinwesen-Mediation aufzunehmen, nimmt die neue Satzung doch das BürgerInnenbeteiligungsverfahren deutlich auf und kommt den Wünschen nach weiteren Bestattungsformen nach. Den kommunalpolitischen Prozess im Anschluss an das BürgerInnenbeteiligungsverfahren sowie Ausschnitte aus der neuen Friedhofssatzung finden Sie hier zusammengestellt.


Demokratie

Wir engagieren uns gemeinsam mit anderen im Bereich Vielfalt, Demokratie und Toleranz. Hier finden Sie ein paar aktuelle Projekte dazu.


Gesicht zeigen für Vielfalt

Ein breites Bündnis setzt seit Beginn des Jahres 2001 in der Kreisstadt Lauterbach und im Vogelsbergkreis ein Zeichen für Weltoffenheit und Toleranz. Die Initiative schließt sich der bundesweiten Aktion "Gesicht zeigen" an, die sich gegen Fremdenfeindlichkeit, Hass, Gewalt und Rechtsextremismus richtet.

Sie wird von zahlreichen Prominenten, darunter Franz Beckenbauer, Henry Maske, Günter Jauch, Katharina Witt, Ulrich Wickert und Iris Berben unterstützt.

Angesichts der zahlreichen Straftaten in vielen Teilen Deutschlands und alltäglich auftretender Feindlichkeit gegenüber Fremden und Andersdenkenden geht es darum, auch im Vogelsbergkreis deutlich zu machen, dass die breite Mehrheit dies nicht duldet.

Seit Februar 2001 wird in der Kreisstadt Lauterbach und auch in
anderen Städten und Gemeinden des Kreises durch Plakate an vielen Stellen (Einzelhandel, Arztpraxen, Öffentliche Einrichtungen, Privathäuser u.a.) deutlich gemacht, dass eine breite Mehrheit der Bevölkerung Hass und Gewalt ablehnt und für Weltoffenheit und Toleranz eintritt.

Das Evangelische Dekanat Vogelsberg unterstützt diese Aktion von Beginn an.

Die Homepage der Vogelsberger Aktion “Gesicht zeigen” stellt die Aktion im Einzelnen vor. Dort finden Sie auch weitere Termine.

 

 


Das Bundesprogramm “Vielfalt tut gut”

Der Vogelsbergkreis nimmt teil an dem Bundesprogramm „VIELFALT TUT GUT. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie“.

Über einen Zeitraum von drei Jahren unterstützt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Projekte im Vogelsbergkreis, die sich für die Schaffung eines toleranten und fremden freundlichen Klimas einsetzen und gleichzeitig rechtsextremen und fremdenfeindlichen Tendenzen entgegenwirken. Der Rahmen dafür ist der lokale Aktionsplan des Vogelsbergkreises, der vom Kreistag einstimmig für Abschied wurde.

Mit seinen drei Säulen

  • Entwicklung integrierter lokaler Strategien (Lokale Aktionspläne)
  • Modellprojekte: Jugend, Bildung und Prävention
  • Steuerung, Kommunikation, Evaluation und Forschung

ist das Programm im präventiv-pädagogischen Bereich angesiedelt, dient der Bewusstseinsbildung und ist auf langfristige Wirkungseffekte ausgerichtet.

Genaue Informationen über die Fördermittel und ihre Vergabe finden Sie hier.

Der Vogelsbergkreis hat eine eigene Homepage mit Informationen über den lokalen Aktionsplan und die geförderten Projekte.

Die Homepage des Bundesministeriums “Vielfalt tut gut” informiert ausführlich über das Projekt.

Mit der Aktion “Stolpersteine” gedenkt die Stadt Lauterbach der jüdischen Opfer des Nationalsozialismus.

Weitere Informationen zur jüdischen Geschichte im Vogelsberg finden Sie hier.


Fehlende Menschen

Nur als Schatten sichtbar - Der fehlende Mensch.

Nicht einmal ein Schatten ist heute mehr zu sehen, nur die Umrisse des fehlenden Schattens: Mit dem Projekt “Fehlende Menschen” wurde 2005/2006 in Nieder-Ohmen an die fehlende jüdische Bevölkerung und ihr Schicksal gedacht.

Ein Klick aufs Bild führt zur Dokumentation.