"Über Lebensfragen": Vogelsberger KirchenKino im Jubiläumsjahr 2017/2018

Die KirchenKinoCrew: Sven Kießling, Ursula Longwitz, Hedwig Kluth, Ralf Müller, Christian Scharf; am Foto fehlen: Katrin Pitzer, Barbara Schein

Eine „neue, spannende Reihe in der Kulturlandschaft“ attestierte uns die OBERHESSISCHE ZEITUNG im Oktober 2007 gleich nach der Premiere: „Spielfilme, die existenzielle Fragen zur Sprache bringen“.
ÜBER LEBENSFRAGEN: Dieses eine Motto ist das Bindeglied zwischen bislang 13 Staffeln und 60 Filmen, die seit 2007 jeweils zwischen Oktober und März über die Leinwände im Lauterbacher Lichtspielhaus und Alsfelder Kinocenter flimmerten. Nicht einfache Unterhaltung, oftmals sogar schwere Kost. Aber immer dicht am Leben - orientiert an Schalt- und Bruchstellen in Lebensläufen oder aktuellen politischen und gesellschaftlichen Fragen.
ARTHOUSE-KINO AM VULKAN - Dies ist das andere Motto: Das VOGELSBERGER KIRCHENKINO präsentiert Filme, bei denen nicht das kommerzielle Interesse im Vordergrund steht, sondern die künstlerische Qualität. Dieses Versprechen einzulösen ist uns sicher nicht bei jedem Film gelungen. Aber ein großer Teil unserer Filme hätte ohne unsere Kulturinitiative sicher nicht den Weg in die heimischen Kinos gefunden. 
Mit ARTHOUSE-KINO ÜBER LEBENSFRAGEN machen wir auch in unserer Jubiläums Staffel weiter. Lassen Sie sich anregen und ins Gespräch bringen!
Und bleiben Sie uns treu: Nur Ihr Besuch ermöglicht uns das
Weitermachen. Vielen Dank!

Die komplette Staffel "Über Lebensfragen" von Oktober bis März 2018 finden Sie als Flyer hier!


10 Jahre Vogelsberger KirchenKino: Die Jubiläumsparty am Sa., 18.11.17

Vaya con dios - Der Film zur Party

Zehn Jahre - damit gehört das VOGELSBERGER KIRCHENKINO zu den ältesten, kontinuierlichen kirchlichen Kinoprojekten im Bistum Mainz und der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau.
Das wollen wir mit Ihnen feiern! Und deswegen bekommen Sie für Ihren Kinoeintritt das Rundum-Sorglos-Paket:

  • Ÿab Alsfeld-Stadthalle um 18.15 Uhr einen Bus nach Lauterbach und gegen 22.30Uhr zurück, 
  • Live-Musik mit den Sax-Affairs LauterbachŸ,
  • Getränke und ein türkisches Buffet,
  • einen kurzweiligen Rückblick auf zehn Jahre VOGELSBERGER KIRCHENKINO
  • undŸ mit „Vaya con dios“ (D 2002, Regie: Zoltan Spirandelli) einen ebenso höchst musikalischen wie höchst amüsanten Film, der Kirche liebevoll aufs Korn nimmt.

Feiern Sie mit uns 10 Jahre KIRCHENKINO! Und Dank an die EKHN-Stiftung, die uns beim Feiern hilft!

Nur im Lichtspielhaus Lauterbach am Samstag, dem 18. November 2017,
19.00 bis ca. 22.30 Uhr.
Kostenloser Bus ab/bis Alsfeld-Stadthalle, 18.15 Uhr.

Die komplette Staffel "Über Lebensfragen" von Oktober bis März 2018 finden Sie als Flyer hier!


"Ich, Daniel Blake": KirchenKino im Oktober 2017

"Ich, Daniel Blake!": KirchenKino im Oktober 2017

Daniel Blake ist ein geradliniger und anständiger, zeitlebens Steuern zahlender Durchschnittsengländer – bis seine Gesundheit ihm einen Strich durch die Rechnung macht. Jetzt, im gesetzteren Alter, will ihm die willkürliche
Staatsbürokratie den Bezug von Sozialhilfe verweigern. Schnell gerät er in einen Teufelskreis von Zuständigkeiten, Bestimmungen und Antragsformularen. Seine Wege kreuzen sich mit Katie und ihren beiden Kindern Daisy und Dylan. Sie raufen sich zu einer Schicksalsgemeinschaft zusammen. Doch die bürokratischen Klippen des sogenannten Sozialstaates sind tückisch. Da wird
Ohnmacht zur Wut.

„Eine Geschichte an der Grenze zur Fallstudie, zur Dokumentation. Nur manchmal, wenn eine Frau, die am Verhungern ist, in einer Essensausgabestelle zusammenbricht oder ein Mädchen einen Mann umarmt, der gerade seine Wohnungseinrichtung verkauft hat, erstarrt das Bild wie von selbst zur Pietà.“ (Andreas Kilb, FAZ, 24.11.16)

GB/F/B 2016, Regie: Ken Loach

Im Lichtspielhaus Lauterbach am Donnerstag, dem 05. Oktober 2017, 20.00 Uhr.
Im Kinocenter Alsfeld am Mittwoch, dem 04. Oktober 2017, 19.00 Uhr.

Zur Filmhomepage mit Trailer geht es hier!


"Tomboy": KirchenKino im November 2017

"Tomboy": KirchenKino im November

Laure trägt ihre Hosen am liebsten weit und die Haare kurz. Wie ein Mädchen sieht sie nicht aus und möchte am liebsten keins sein. Laure ist ein "Tomboy", ein jungenhaftes Mädchen. Als sie mit ihren Eltern umzieht nutzt sie ihre Chance und stellt sich ihren neuen Freunden als Michael vor. Geschickt hält sie ihr intimes Abenteuer vor den Eltern geheim. Für ihre Familie bleibt sie Laure, doch für die anderen Kinder ist sie Michael, der rauft, Fußball spielt, und in den sich die hübsche Lisa verliebt. Laure kostet ihre neue Identität aus, als ob der Sommer ewig so weitergehen könnte. Mit frappierender Leichtigkeit und Natürlichkeit erzählt der Film von einem Mädchen, das anders sein möchte.

„Bald prallen nun die beiden Identitätswelten aufeinander, die Außenwelt des Jungendaseins bricht in die geschützte Innenwelt der Familie. Wie aus heiterem
Himmel dringt ein Konflikt in das Idyll, der die Familiendynamik vor eine große Herausforderung stellt. Der Film weiß keine Lösung für diesen Konflikt, sondern lässt ganz realistisch die Frage nach der weiteren Entwicklung offen.“ (Katrin Hoffmann, epd-Film, Mai 2012)

F 2011, Regie: Céline Sciamma

Im Lichtspielhaus Lauterbach am Donnerstag, dem 02. November 2017, 20.00 Uhr.
Im Kinocenter Alsfeld am Mittwoch, dem 08. November 2017, 19.00 Uhr.

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"Vaya con dios": Der Film zur Jubiläumsparty am Samstag, dem 18.11.17, 19 Uhr im Lichtspielhaus Lauterbach

"Vaya con dios": Film, Musik, Essen - Party!

"In meinem Kopf ein Universum": KirchenKino im Dezember 2017

"In meinem Kopf ein Universum": KirchenKino im Dezember 2017

Mateus leidet unter einer zerebralen Bewegungsstörung und ist nicht im Stande, seinen Körper zu kontrollieren. Obwohl er nicht mit seiner Umwelt kommunizieren kann, nimmt er doch alles um sich herum wahr: Die
abstoßenden Bemerkungen seiner Schwester. Das Lächeln der wunderschönen Anka. Die liebevolle Fürsorge seiner Mutter. Und die üppigen Brüste der netten
Nachbarin. Doch der Tag wird kommen, an dem er es allen zeigen wird…
Basierend auf einer wahren Geschichte nutzt der Film eine selbstironische Perspektive, um den Zwiespalt seines gelähmten Protagonisten zu beleuchten.

„Nichts, so werden wir hier sanft, aber nachhaltig erinnert, muss so sein, wie es im ersten Moment scheint. Eindrücke können täuschen. Und ein Mensch ist kein
Gemüse! Was auch immer im Inneren eines Anderen vorgeht, verdient Offenheit und Respekt.“ (Jessica Düster, Berliner Zeitung, 08.04.2015)

PL 2013, Regie: Zoltan Spirandelli

Im Lichtspielhaus Lauterbach am Donnerstag, dem 07. Dezember 2017, 20.00 Uhr.
Im Kinocenter Alsfeld am Mittwoch, dem 13. Dezember 2017, 19.00 Uhr.

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"Höhere Gewalt": KirchenKino im Januar 2018

"Höhere Gewalt": KirchenKino im Januar 2018

Eine junge schwedische Familie macht Skiurlaub in den französischen Alpen. Die Sonne scheint, die Pisten sind herrlich, das Berg-Idyll perfekt. Doch plötzlich geschieht beim Mittagessen auf der Terrasse des Restaurants die Katastrophe: Eine Lawine rast mit voller Wucht auf sie zu. Panisch ergreift Mutter Ebba die beiden Kinder – panisch ergreift Vater Tomas… die Flucht. Als sich der Nebel legt, sind alle unversehrt. Das große Unglück ist zwar ausgeblieben, doch zurück bleibt der Schock über Tomas‘ Handeln. Die Kinder streiken, die Ehe kriselt und Tomas muss schwer mit seiner mangelnden Courage und seiner angeschlagenen Männlichkeit kämpfen.

„Einen intelligenteren Film über die Widersprüche zeitgenössischer Geschlechter- und Familienbilder hat es in diesem Jahr noch nicht gegeben. Und einen böseren auch nicht.“ (Hannah Pilarczyk, Spiegel online, 17.11.2014)

SE 2014, Regie: Ruben Östlund

Im Lichtspielhaus Lauterbach am Donnerstag, dem 18. Januar 2018, 20.00 Uhr.
Im Kinocenter Alsfeld am Mittwoch, dem 17. Januar 2018, 19.00 Uhr.

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"Beim Leben meiner Schwester": KirchenKino im Februar 2018

"Beim Leben meiner Schwester": KirchenKino im Februar 2018 - Foto folgt!

Brian und Sara Fitzgerald bekommen eine der schlimmsten Nachrichten, die man Eltern überbringen kann: Ihre zweijährige Tochter Kate ist an Leukämie erkrankt. Das Paar trifft daraufhin eine schwerwiegende Entscheidung. Da  weder  ihr  Sohn  Jesse  noch  sie  selbst  als  passende Spender  in  Frage  kommen,  entschließen  sie  sich,  ein drittes   Kind   zu   bekommen,   das   genetisch   auf   die Bedürfnisse  seiner  großen  Schwester  abgestimmt  ist.
Baby  Anna  ist  fortan  ein  lebendiges  Ersatzteillager  für Kate, deren Krebs immer wieder zurückkehrt. Als Anna elf Jahre alt ist, nimmt sie sich einen Anwalt.

„»Beim  Leben  meiner  Schwester« erteilt  uns  keine moralische Lektion, sondern stellt eine ebenso einfache wie  große  Frage:  Wie  lernt  man,  einen  geliebten Menschen loszulassen und den Tod als natürlichen Teil des  Lebens  zu  akzeptieren?  Weil  es  darauf  keine allgemeine  Antwort  geben  kann,  bleibt  Casavetes klugerweise auf Augenhöhe seiner Figuren." (Michael Kohler, Frankfurter Rundschau, 18.09.09)

USA 2009, Regie: Nick Cassavetes

Im Lichtspielhaus Lauterbach am Donnerstag, dem 01. Februar 2018,  20.00 Uhr.
Im Kinocenter Alsfeld am Mittwoch, dem 07. Februar 2018, 19.00 Uhr.

Infos und einen Trailer zum Film gibt es hier!


"Am Ende ein Fest": Kirchenkino im März 2017

"Am Ende ein Fest": KirchenKino im März 2018

Eine Gruppe von Senioren hat sich im Altersheim um den 72-jährigen Yehezkel zusammengeschlossen: Sie wollen dem schwerkranken Max helfen, das   Sterben zu erleichtern. Zusammen mit einem pensionierten Tierarzt, der die Beruhigungsmittel besorgt, und einem ehemaligen Polizisten, der die Beweise verwischen soll, suchen sie nach dem besten Weg, um Max‘ Wunsch zu erfüllen.  Da  keiner  sich  tatsächlich  dazu  überwinden kann, Max zu töten, baut Yehezkel eine Maschine, mit der der Sterbende sich selbst töten kann. Bald schon ist diese Maschine in aller Munde und Menschen aus ganz
Jerusalem strömen zu dem Altersheim, um ihre Liebsten von ihren Leiden zu befreien. Dann aber wird Levana, Yehezkels Frau, schwer krank...

„So ist der Film nicht nur ein Plädoyer für die Freiheit bis in den Tod. Er zeigt auch, wie schwer es selbst Sterbehilfebefürwortern fällt, Abschied zu nehmen, wenn es um die eigenen Lieblingsmenschen geht. Die Liebe muss dann nicht klein genug, sondern eher groß genug sein, um den anderen ziehen zu lassen.“ 
(Philipp Reinartz, DIE ZEIT, 22.09.15)

IL/D 2014, Regie: Tal Granit

Im Lichtspielhaus Lauterbach am Donnerstag, dem 01. März 2018, 20 Uhr.
Im Kinocenter Alsfeld am Mittwoch, dem 07. März 2018, 19.00 Uhr.

Zur Film-Homepage mit Trailer geht es hier!


Unsere Staffeln von Frühjahr 2017 bis Herbst 2007

 Klicken Sie die Bilder an, so öffnen sich die Flyer!

"Rahmensprung": Oktober 2017 - März 2017
"Mahlzeit!": Oktober 2015 - März 2016
"grenzwertig": Oktober 2014 - März 2015
"Die woll´n nur spielen": Oktober 2013 - März 2014
"Andere Welten": Oktober 2012 - März 2013
"Zwischentöne": Januar - März 2012
"Ladenhüter": Oktober - Dezember 2011
"...wenn das Leben bebt": Oktober 2010 bis März 2011
"60 - 6 Jahrzehnte in 6 Filmen" Oktober 2009 bis März 2010
"vielfalt leben": Februar bis April 2009

 

 

Flyer Kirchenkino
"Wanderungen & Wandlungen": Okt-Dez 2008
"Frauenwelten - Männerwelten": Jan-März 2008
"Lebenslinien": Okt- Dez2007

Der "Film des Monats" und die "Jury des Evangelischen Filmpreises

Meist sind es Nischenproduktionen, die es in sich haben: Jeden Monat prämiert die "Jury des Evangelischen Filmpreises" den "Film des Monats".

Prämiert werden Filme, die sich entweder durch inhaltlichen Tiefgang oder durch künstlerische Höhenflüge von anderen Produktionen absetzen. Oder beides. Blockbuster sind selten darunter.

Mit dem "Film des Monats" lenkt die "Jury des Evangelischen Filmpreises" die Aufmerksamkeit auf aktuelle Produktionen: Der "Film des Monats" kommt tatsächlich im entsprechenden Monat erst in die Kinosäle. Die Jurymitglieder sichten hierfür jeweils im Vormonat in einer Sondervorstellung drei aktuelle Produktionen - oftmals noch in der nicht-synchronisierten Fassung.

Die Jury setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern unterschiedlichster Arbeitsfelder der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zusammen. Mit einem von zwei Juryplätzen der "Deutschen Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung (DEAE)" ist der Alsfelder Bildungsreferent Ralf Müller betraut. Denn Alsfeld gehört seit acht Jahren zu den Standorten einer kontinuierlichen kirchlichen Filmarbeit - das "Vogelsberger KirchenKino".

Den aktuellen "Film des Monats" sowie ein Archiv aller prämierten Filme finden Sie auf der Homepage der Jury des Evangelischen Filmpreises. Sehr häufig nimmt das Lichtspielhaus Lauterbach die prämierten Filme in das aktuelle Programm, ebenso die Filmkunstkinos in Marburg am Steinweg und natürlich der Traumstern in Lich.