Ein BiBER im Westerwald: Evangelische Landjugendakademie startet Dorfkümmerer-Ausbildung

"Dorfkümmerer" und "Dorfaktivistinnen": Eine Ehrenamtsqualifizierung zum bürgerschaftlichen Engagement in der Dorfentwicklung startet 2017 die Evangelische Landjugendakademie in Altenkirchen/Westerwald. Am Donnerstag, dem 24.11.2016 fand eine Info- und Auftaktveranstaltung im Großen Saal der Akademie statt. 

  Da das Qualifizierungsgprogramm der Evangelischen Landjugendakademie auch vom BiBER-Qualifizierungsprogramm im Dekanat Alsfeld inspiriert ist, war Bildungsreferent Ralf Müller eingeladen, die Konzeption und Auswirkungen des Vogelsberger Qualifizierungsprogramms vorzustellen. Die Präsentation finden Sie hier (2,8 MB) zum Nachlesen.
Weitere Informationen zum BiBER-Programm finden Sie auch auf der Website des Evangelischen Dekanats Alsfeld.


Caring Communities, Sorgende Gemeinschaften und ein BiBER in Hannover

Voraussichtlich im Spätsommer 2016 wird die Bundesregierung ihren siebten Altenbericht vorlegen. Schwerpunktthema wird "Sorge und Mitverantwortung in der Kommune - Aufbau und Sicherung zukunftsfähiger Gemeinschaften" sein.

Bereits seit über einem Jahr beschäftigt sich die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Altenarbeit (EAfA) mit den "Caring Communities", den "Sorgenden Gemeinschaften". Eine "Rausgehen aus kirchlichen Strukturen und Gebäuden", forderte Kirsten Fehrs, die Bischöfin der Nordkirche, auf einem Symposion der EAfA am 21. Juni 2016 in Hannover. Kirche müsse wieder einen "liebenswürdigen Blick auf die Wirklichkeit" nehmen und "schauen, was geht".

"Was heißt >Gutes Leben<"?, lautete die zentrale Frage im Vortrag von  Thomas Klie, Professor an der Ev. Hochschule Freiburg. Wenn die Politik von "Daseinsvorsorge" spreche, denke sie an Infrastruktur. Viel entscheidender sei es hingegen, die Frage nach dem Grundbedingungen guten, gelingenden Lebens wieder neu auszuhandeln. Zivilcourage, Gerechtigkeitssinn, Bürgersinn und Gemeinsinn bildeten die vier Facetten, der es für eine "Caring Community" bedarf. Die sorge für das Dorf, die Nachbarschaft, den Kiez, dürfe aber nicht als Pflicht auferlegt werden, sondern müsse als Tugend vermitteln werden: "Wir haben die Freiheit, uns für die Gemeinschaft einzusetzen", so der Verwaltungswissenschaftler.

Als eines von drei  Praxisbeispielen aus den Gliedkirchen der EKD für Ansätze einer "Caring Community" wurde das BiBER-Projekt des Dekanats Alsfeld im Rahmen einer Arbeitsgruppe vorgestellt. Die Powerpoint-Präsentation finden Sie hier. Weitere Informationen zur "Dorfprojektentwickler-Ausbildung" finden Sie hier. Auch der NDR zeichnete ein Kurzstatement zu diesem Praxisprojekt auf.

Die Vorträge und Ergebnisse des EAfA-Symposions werden im Spätsommer als Broschüre veröffentlicht. 




Ein BiBER, Dr. Maren Heincke, Ralf Müller, noch ein BiBER und Staatsminister Axel Wintermeyer am 30.10.13 im Büchner-Saal der Hessischen Staatskanzlei in Wiesbaden

"Geht nicht - gibt´s nicht!" - BiBER als "herausragendes Projekt" mit Demografiepreis Hessen 2013 ausgezeichnet

"Jedes Dorf hat seine eigenen Herausforderungen. Jedes Dorf braucht Bewohnerinnen und Bewohner mit Ideen und Tatkraft, die es mit Problemen aufnehmen. Aber nicht jeder weiß, wie man eine gute Projektidee weiterentwickelt, geschweige denn wie man sie realisiert. Vor diesem Hintergrund hat das Evangelische Dekanat Alsfeld gemeinsam mit HESSENCAMPUS Vogelsberg und anderen Kooperationspartnern das Ausbildungsprogramm BiBER entwickelt."

Mit diesen Sätzen beginnt die Würdigung des BiBER-Projektes, das am Mittwoch, dem 30.10.13, in der Staatskanzlei in Wiesbaden mit dem zweiten Platz des "Demografiepreises Hessen 2013" ausgezeichnet wurde.

Nach der Verleihung eines Anerkennungspreises beim "Deutschen Bürgerpreis 2013" für die Region Oberhessen hat die BiBER-Ausbildung damit binnen acht Tagen die zweite Auszeichnung erhalten.

Hier finden Sie die Broschüre der Hessischen Staatskanzlei zum "Demografie-Preis 2013" mit Beschreibung aller prämierten Projekte (3 MB).

Zweiter Preis für Alsfelder BiBER-Projekt titelt am Reformationstag 2013 die Oberhessische Zeitung.

Demografiepreis für Dorschmiedeschreibt die Alsfelder Allgemeine ebenfalls am 31.10.13

Hessische Auszeichnung: Kirchenprojekte erhalten Demografiepreis, schreibt die Online-Redaktion der EKHN.

Preisgeld für Dorfentwickler des Dekanatsberichtet am 01.11.13 die Alsfelder Allgemeine.

"Vorn dabei"kommentiert am 02.11.13 Henning Irek in seinem Wochenrückblick in der Oberhessischen Zeitung.

"Viel Erfolg für den Biber"heißt es am 10.11.13 in der Evangelischen Sonntagszeitung als Agenturmeldung des Evangelischen Pressedienstes (epd). - Der erste Platz beim Deutschen Bürgerpreis ist aber kein Biber, sondern ein Ente - eine Zeitungsente.

"Nehmt Eure Dörfer selber in die Hand", OZ-Interview mit Projektleiter Ralf Müller in der Oberhessischen Zeitung vom 16.11.2013.


"Deutscher Bürgerpreis 2013" mit "Anerkennungspreis" für BiBER

Fünfzig Bewerbungen um den "Deutschen Bürgerpreis 2013" trafen bei den Auslobern ein. Am Mittwoch, dem 23.10.13, kam es in Friedberg zur Preisverleihung. Zehn Anerkennungspreise und fünf Hauptpreise wurden vergeben.

Mit einem Anerkennungspreis, dotiert mit 150 Euro, wurde das Evangelische Dekanat Alsfeld für sein BiBER-Projekt gewürdigt: den Ausbildungsgang zu "DorfprojektentwicklerInnen im Freiwilligen-Engagement", der mit der Zertifikatsverleihung auf der Frühjahrssynode 2013 in Leusel seinen vorläufigen Abschluss fand.

Auch ein Hauptpreis ging nach Alsfeld: Wir freuen uns mit Stefan Hanisch für das "Freiwilligenzentrum Alsfeld", das mit dem Preis ein Preisgeld von 1.000 Euro erhielt. Im Freiwilligenzentrum findet auch eine unserer nächsten Veranstaltungen statt: Das Gespräch mit dem türkischen Menschenrechtsaktivisten Coskun Üsterci, der über den "türkischen Sommer 2013", die Massenbewegung um den Gezi-Park, berichten wird. Mehr dazu hier!

Bereits im vergangenen Jahr war das Evangelische Dekanat mit dem "Deutschen Bürgerpreis" ausgezeichnet worden: damals mit einem Hauptpreis für die "Alsfelder Sprachtandems" und das Selbstlernzentrum Deutsch für Flüchtlinge und Migranten.

"Höchste Punktzahl von 50 Vorschlägen": Lesen Sie hier den Bericht in der "Alsfelder Allgemeinen" vom 25.10.2013!

"Ohne Sie wäre es ärmer": Lesen Sie hier den Bericht in der "Oberhessischen Zeitung" vom 25.10.2013!



Silber: BiBER erhält "Demografiepreis Hessen 2013"

Wiesbaden, 30.11.2013. Die Hessische Staatskanzlei lädt zur Verleihung des "Hessischen Demografie-Preises 2013".

Bereits am 02. September waren Frau Dr. Maren Heincke vom Zentrum gesellschaftliche Verantwortung der EKHN sowie Ralf Müller in die Staatskanzlei eingeladen, um das für den Demografiepreis nominierte Projekt BiBER der Jury vorzustellen.

"Silber" lautet das Ergebnis: Das Projekt BiBER - Bildung bürgerschaftlichen Engagements Regional" erhält einen zweiten Preis bei der diesjährigen Auszeichnung.

Damit streicht das BiBER-Projekt nach dem "Anerkennungspreis" bei der Verleihung des "Deutschen Bürgerpreises 2013" die zweite Auszeichnung ein.

Ausführliche Berichte folgen! Zum BiBER-Projekt geht es hier!


Unser BiBER will aufs Treppchen

Noch während der Herbstferien, am Mittwoch, dem 23. Oktober 2013, wird in Friedberg der "Deutsche Bürgerpreis"/Region Oberhessen verliehen.

Und eine Woche später, am Mittwoch, dem 30. Oktober 2013, wird in der Staatskanzlei in Wiesbaden bekannt gegeben, wer den "Demografiepreis Hessen 2013" erhält.

Für beide Auszeichnungen ist unser BiBER-Projekt nominiert. Verfolgen  Sie die Tagespresse und diese Website!


"Armut auf dem Land": Studientag am 16.03.13 u.a. mit RP Dr. Lars Witteck

Armut auf dem Land hat ein anderes Gesicht als Armut in der Stadt. Man kennt sich. Deswegen ist Armut am Land nicht anonym.

Zugleich haben wir schon jetzt eine "Armutswanderung" von der Stadt auf Land. Wohnungen sind günstiger. Aber ohne Auto hängt man dann fest.

"Armut am Land" hat viele Facetten. Einige diskutieren wir am Sa., dem 16. März 2013, ab 12.30 Uhr im DGH Burg-Gemünden.

Das vollständige Programm sowie eine Anfahrtsskizze finden Sie im Flyer zum Studientag.


"Mein Dorf gestalten": BiBER-Ausbildung zum/zur Dorfprojekt-Entwickler/in startet

Dannenrod im demographischen Wandel: 190 Einwohner, 12 % weniger als noch 2004.

Wir sehen es an den Leerständen: Die Einwohnerzahlen unserer Dörfer im Vogelsberg nehmen ab. 

Wir sehen es auf den Straßen: Unsere Dörfer werden mehr und mehr zu Wohndörfern. Schule, Arbeit, selbst Freizeit findet mehr und mehr anderswo statt. 

Wir sehen es an Spielplätzen, Bushaltestellen, Jugendtreffs: Der Altersdurchschnitt unserer Dörfer nimmt zu. 

Mit Blick aufs Dorfbild stellen wir aber auch fest: Wir leben gern auf unseren Dörfern. 

Mit Blick auf die Vielzahl unserer Vereine stellen wir aber auch fest: Es ist und bleibt Leben am Dorf. 

Ohne Frage: Der Vogelsberg befindet sich am Anfang großer Veränderungen, auf die wir reagieren müssen. 

Mit unserem Projekt BiBER möchten wir Ihr bürgerschaftliches Engagement wecken. Dabei zielen wir darauf, dass Sie im Laufe der Ausbildung Ihre eigenen Ideen und Projekte entwickeln, in der Seminargruppe diskutieren und in Ihrem Dorf oder in der Region umsetzen. Dazu bieten wir Ihnen 

  • Einblicke, wie Dörfer und Dorfgemeinschaften heute funktionieren und vor welchen Herausforderungen sie morgen stehen,
  •  Handwerkszeug für Ihr bürgerschaftliches Engagement sowie
  • Exkursionen in die Eifel und nach Nordhessen: Hier können Sie exemplarisch sehen, was andere erreichen.

BiBER nimmt vor allem die Bedürfnisse und die Veränderungen im Miteinander der Menschen auf den Dörfern in den Blick. Damit will BiBER sich in die vielfältigen Aktivitäten des Vogelsbergkreises einbringen und diese zugleich ergänzen.

 Machen Sie mit, bringen Sie sich mit Ihren Ideen in Ihre Dörfer und Regionen ein - und bereiten Sie sich in und mit der BiBER-Gruppe darauf vor! 

Baustein A: "Wie tickt mein Dorf?" - Einblicke in den Sozial- und Lebensraum Dorf (4 Studientage) 

Baustein B: "Kompetent in die Dorfprojekt-Entwicklung" - Handwerkszeug (3 Studientage) 

Baustein C: "Was andere anders machen" - Exkursion in die Eifel und nach Nordhessen (Wochenend- bzw. Tagesexkursion) 

Ein Zertifikat "Dorfprojekt-Entwicklerin/Entwickler im Freiwilligen-Engagement" erhalten Sie bei Besuch von mindestens 5 Studientagen. 

Die Teilnahmegebühren finden Sie hier! 

Und hier geht´s zu unseren Referentinnen und Referenten. 

Alles auf einmal? - Gern, hier im Flyer!


"Frieda Braun" erzählt Geschichten aus dem Sauerland

Nur ein kleiner Schritt von Normalen  zum Skurrilen: WDR-Kabarettistin  am 03.11. in Brauerschwend 

Heinz lässt seine Frau Renate keinen Kuchen mehr backen. Franz hat nichts als Fußball im Kopf. „Kollekten-Agga“ erzielt Spenden-Höchstergebnisse – mit höchst ungewöhnlichen Methoden.

Frieda Braun erzählt Geschichten aus dem Sauerland. Dabei sind die Charaktere, die sich durch Tante Friedas Programm ziehen, einerseits so komisch, dass man sie im eigenen Bekanntenkreis wiederzuerkennen glaubt. Andererseits erscheinen sie in ihrer Alltäglichkeit so eigenwillig und verschroben, dass die Zuschauer aus dem Lachen nicht herauskommen.

Frieda Braun gehört zu den Dauergästen bei der „Ladies Night“, der Samstagabend-Kabarett-Show im WDR. Am Samstag, dem 03. November 2012, ist sie ab 19.30 Uhr im DGH Brauerschwend zu sehen.

Eintritt: 12,- € im Vorverkauf bei allen Pfarrämtern im Gruppenpfarramt sowie beim Evangelischen Dekanat Alsfeld; 15,- € an der Abendkasse.

 


Ein BiBER nagt im Vogelsberg...

Die Region des Vogelsberg steht vor großen Herausforderungen. Der demographische Wandel lässt manche Dörfer auf eine Einwohnergröße schrumpfen, die mache nicht mehr als überlebensfähig ansehen. "Aufgeben", lautet die Devise einer Studie, die im Januar 2012 in Romrod vorgestellt wurde: Straßenanbindung, Wasser und Abwasser, Strom und Telefon kappen.

Zuviel wird über die Dörfer geredet, zu wenig die Expertise der Bewohner einigeholt. BiBER, ein groß angelegtes Projekt der Fachstelle Bildung und Ökumene, will die Dorfbewohner wieder zu Experten in eigener Sache machen. Der Bewilligungsbescheid aus dem Kultusministerium zeigt: Das Projekt zur Bürgerbeteiligung ist dem Land Hessen Geld wert.

BiBER steht für Bildung Bürgerschaftlichen Engagements Regional. Mit im Boot: HESSENCAMPUS Vogelsberg sowie das Zentrum gesellschaftliche Verantwortung der Landeskirche.

BiBER setzt auf vier große Bausteine:

  1. Eine Web-Leitseite wird die wichtigen Studien zur Zukunft des ländlichen Raums verlinken und kommentieren. So können sich interessierte Bürgerinnen und Bürger schnell und detailliert in die unterschiedlichsten Aspekte der Diskussion einlesen und auf diesen Grundlagen kompetent ihre Bedürfnisse einbringen.
  2. Ein Ausbildungsgang über ca. sechs Studientage wird in die wichtigsten Überlegungen zur Zukunft des ländlichen Raums einführen. Zugleich werden die Teilnehmenden in alle wichtigen Aspekten zum Aufbau bürgerschaftlichen Engagements und politischer Interessenvertretung innerhalb und außerhalb von Parteien eingeführt.
  3. "Aus Erfahrungen lernen" wird BiBER beim Besuch weiterer Modell-Regionen. So ist z.B. die Eifel schon vor dem Vogelsberg von einer ähnlichen demographischen Entwicklung erfasst. Wie reagierten, wie reagieren die Bewohner der Eifel? Wir schauen in Exkursionen nach und suchen das Fachgespräch.
  4. Letztlich werden wir das Kommunal-kirchlich-bürgerschaftliche Gespräch pflegen. Auf Augenhöhe und mit Saalmikrophon. Die Gestaltung der Foren wird dafür Sorge tragen, das gleichberechtigt miteinander diskutiert und Lösungsansätze gesucht werden.

BiBER wird die Bestrebungen des Vogelsbergkreises zur demographischen Entwicklung begleiten und dabei das bürgerschaftliche Engagement betonen. Die Projektbeschreibung finden Sie hier!

Nähere Informationen bei Ralf Müller, Fachstelle Bildung und Ökumene im Ev. Dekanat Alsfeld, Telefon 06631-9114918 oder per Mail!


Zwischen Stabilität und Niedergang - Die Zukunft der Dörfer in Deutschland

Am Montag, dem 16.01.2012 wurde in Romrod eine bundesweite Studie vorgestellt. Am Beispiel des Vogelsbergkreises und des thüringischen Landkreises Greiz wurde dabei der Versuch unternommen, Kriterien für "Dörfer mit Zukunft" zu entwickeln. Die Kehrseite sind "rote Punkte" in der Studie: Dörfer, für die die Wissenschaftler keine Zukunft sehen. Rote Punkte gibt es auch im Vogelsbergkreis, auch im Dekanat Alsfeld.

Für die Ev. Kirche in Hessen und Nassau kommentierte Dr. Maren Heincke die Studie - und heimste für ihre Gedanken etwa drei Viertel des Tagesbeifalls ein.

Zum Nachlesen hat uns unsere Kollegin ihre Folien zur Verfügung gestellt, hier und mit einem Klick.

Die Studie des Berlin-Instituts selbst finden Sie zum Download hier!