"Den Himmel geatmet", an Werra den Jordan überquert

400 m über NN und festen Boden unter den Füßen
Alte Klosterkirche und junge Kommunität

Zweite ökumenische Pilgerwanderung führte über Hohen Meißner 

Die einen brachten ihre Nordic-Walking-Stöcke mit, andere spitzten mit dem Taschenmesser ihren Pilgerstab im Wald an: Dreiundzwanzig Erwachsene folgten der gemeinsamen Einladung des evangelischen und katholischen Dekanats Alsfeld zur zweitägigen Pilgerwanderung über den Hohen Meißner. „Den Himmel atmen“, lautete der Leitspruch des Pilgerweges.

Die Bibel ist, gerade in ihrem ersten Teil, auch eine Erzählung des wandernden Gottesvolkes. Bereits nach 40 Minuten hatte die Pilgergruppe, die nach einer Andacht in der Kirche in Jestädt gestartet war, die Werra-Fußbrücke bei Albungen erreicht. 40 Minuten für die Vogelsberger Pilger standen symbolisch für 40 Jahre Wüstenwanderung des Volkes Israel. Und so wurden vor der „Jordan-Querung“ an der Werra auch die Weisungen gelesen, die Moses den Israeliten gab, bevor sie das gelobte Land erreichten. Die zahlreichen neutestamentlichen Aussagen über „Das-Himmelreich-ist-wie-…“ bildeten dann den biblischen Schwerpunkt der Gespräche in Zweier- und Vierergruppen während des Pilgerns oder als Gesamtgruppe gemeinsam während der Etappen-Andachten. 

Nicht nur die Veranstalter und die Teilnehmenden der Pilgerreise waren konfessionsübergreifend, auch die Etappenziele nahmen katholische und protestantische Prägungen auf: So stammt die Klosterkirche in Germerode aus dem Jahre 1144, wurde dann aber im Zuge der Reformation 1527 aufgelöst. Seit zwei Jahren nun hat sich wieder eine protestantische Kommunität am Klostergelände nieder gelassen: Menschen, die ihren Berufen außerhalb der Klostermauern nachgehen, zugleich aber eine christliche Lebens- und Gütergemeinschaft bilden. Mit ihren Tagzeitgebeten und schlicht ihrer Anwesenheit in der Klosterkirche und am Klostergelände sind sie inzwischen Anlaufstelle für viele Rat, Seelsorge oder auch nur Ruhe suchende Menschen.

Die katholischen Bethlehemsschwestern sind im Jahre 2000 aus Norddeutschland ins Kloster Wollstein umgezogen. Das Gutsgelände bei Waldkappel bildete den Schlusspunkt der Pilgerwanderung. Leben die Bethlehemsschwestern auch in der Tradition der Karthäuser, einem Schweigeorden, ließ es sich Schwester Matilda doch nicht nehmen, die Alsfelder Pilgergruppe zu begrüßen. „Ihr bringt wieder den Duft des Gebetes in unsere Kapelle“, freute sich die Ordensfrau, fänden doch seit der Weihe der Kirche innerhalb des Klosters nur noch wenige Gebete in der durch Ikonen geprägten kleinen Kapelle am Rande des Klosters statt.

In ihren Gebetszeiten auf dem Wege umgingen Hedwig Kluth vom katholischen Dekanat und Ralf Müller vom evangelischen Dekanat Alsfeld die Probleme unterschiedlicher Liturgien der beiden Konfessionen. Die christliche Ökumene geht viel weiter, wissen beide. Deswegen folgten Liturgien den Traditionen der anglikanischen Kirche oder weiteren europäischen Kommunitäten.


Reisen bildet! - Studienreisen und Pilgertouren 2012

Sie planen Ihren Urlaub oder Ihre "Auszeit" 2012? Planen Sie mit uns!

Folgende Touren können wir Ihnen im ersten Halbjahr anbieten:

  • 20. bis 27.3.12: Studienreise Jordanien (Ev. Dekanat Alsfeld)
  • Sa./So., 16./17.06.12: "Den Himmel atmen" - Pilgerwanderung am Hohen Meißner/Klosterkirche Germerode (Ev. Dekanat Alsfeld)
  • 04.-08.07.12: "Grenzerfahrungen - Ostwestdeutsche (Kirchen-) Geschichte(n)": RadPilgerReise am Deutsch-deutschen Radweg von Meiningen bis Hof (Ev. Dekanat Alsfeld, Ev. Kirchengemeinde Meiningen)
  • 04.-11.08.12: "Himmelwärts - Mit Leib und Seele wandern in den Bergen", für Frauen, Südtirol (Kath. Bildungswerk)
  • 01.09.-08.09.2012: "Aufsteigen - Aussteigen: Wanderexerzitien mit Männern, Südtirol (Kath. Bildungswerk)
  • im Herbst: Studienreise Nord-Indien (Ev. Dekanat Alsfeld)

Nähere Informationen werden hier eingestellt. Mündliche Informationen erhalten Sie bereits ab sofort unter 06631-9114918 (Veranstalter: Ev. Dekanat Alsfeld) bzw. 0641-73471 (Kath. Bildungswerk)


Mit Moses ins Gelobte Land schauen: Jordanien ist Ziel der Studienreise 2012

Mit einem Klick zum vorläufigen Reiseprogramm!

Ortsnamen wie aus einem Bibelregister: Noch heute tragen viele Ansiedlungen Namen, die aus der Heiligen Schrift der Juden und Christen vertraut sind. Vom 20. Bis 27. März 2012 bietet das Evangelische Dekanat Alsfeld eine Studienreise nach und durch Jordanien an.

„Die Geschichte Jordaniens verläuft streckenweise durchaus parallel zur biblischen Geschichte“, weiß Pfarrer Friedhelm Kalbhenn. Nach Besuchen Israels sowie der Seidenstraße hat der Ruheständler aus Alsfeld Jordanien als Ziel seiner dritten Studienreise für das Dekanat ausgewählt: „Die ersten Einwanderungswellen entsprechen beispielsweise dem alttestamentarischen Zug Abrahams zum westjordanischen Hebron. Und als im 13. vorchristlichen Jahrhundert die Israelis unter Moses ins Gelobte Land zogen, trafen sie auf zahlreiche Stämme, von denen in Jordanien noch heute die Rede ist.“

Kalbhenn beschränkt sich bei seinem Angebot aber nicht auf die biblischen Stätten: Auch die Kreuzritterburg Kerak, die griechisch-römische Dekapolis-Stadt Gerasa und natürlich die Hauptstadt der Nabatäer , die Felsenstadt Petra, stehen auf dem Programm.

„Natürlich darf auch die Übernachtung in einem Beduinen-Zeltlager nicht fehlen“, schmunzelt der Theologe. Wenn hierbei auch mehr touristische Klischees bedient werden , so betont Kalbhenn doch den Studiencharakter der Reise. Dazu gehören nicht nur die Vorbereitungstreffen, die in die Geschichte des Landes einführen, sondern auch eigens arrangierte Besuche vor Ort.

Der Reisepreis liegt bei ca. 1.500 Euro im Doppelzimmer. Anmeldeschluss ist der 15. Dezember 2011. Weitere Informationen und Anmeldungen bitte an das Evangelische Dekanat Alsfeld, Telefon 06631-911490, per Mail  oder bei Friedhelm Kalbhenn, 06631-705361.


Timur, Medresen und Kalter weißer Tee: Studienreise führte durch Usbekistan

Ein Land, das noch seinen Weg zwischen Kommunismus und Demokratie sucht: So beschreibt Monika Hölscher in ihrem Reisebericht Usbekistan, das Ziel unserer diesjährigen Auslands-Studienreise. 24 Personen waren unter der Reiseleitung von Friedhelm Kalbhenn im April auf der Seidenstraße unterwegs.

Lesen Sie hier den Reisebericht, erstveröffentlicht in der Oberhessischen Zeitung vom 12.05.2011!


Auf den Spuren der Seidenstraße - Studienreise im April 2011

Vom Montag, dem 18.04.2011, bis Donnerstag, dem 28.04.2011, wird unsere nächste Studienreise unter der Leitung von Pfr. i.R. Friedhelm Kalbhenn stattfinden.

"Auf den Spuren der Seidenstraße" besuchen die Taschkent, fliegen weiter nach Urgentsch, kommen Sie zur Oasenstadt Chiwa. Sie bereisen antike Handelswege und besichtigen zahlreiche Moscheen aus dem 10. bis 19. Jahrhundert.

Den genauen Reiseverlauf finden Sie mit einem Klick!


"Fürstlich Pilgern": Mit dem Rad zum Kirchentag 2011 nach Dresden

Das Rittergut von Trossin bei Torgau: Für uns Radpilgerunterkunft.

Eine Domäne, ein Rittergut, ein Stift: die Unterkünfte klingen fürstlich, wenn die Pilgerinnen und Pilger aus dem Dekanat Alsfeld nach Bremen und München nun zum dritten Mal einen Kirchentag ansteuern.

Unter dem Motto "...da wird auch dein Herz sein" lädt der Kirchentag vom Mi., 01. bis So., 05. Juni 2011 ein, diesmal nach Dresden.

Mit dem Rad starten wir bereits am Sa., dem 28. Mai 2011, ab Magdeburg. In Etappen von 50 bis 70 Kilometern radeln wir die Elbe entlang. Die relativ kurzen Tagesetappen verschaffen uns viel Zeit, uns auf das Kirchentagsmotto einzustellen, ostdeutsche Kirchen zu besichtigen und von der Diaspora-Situation christliches Leben in Ostdeutschland zu lernen. Pünktlich zum Eröffnungsgottesdienst treffen wir am 01. Juni in Dresden ein.

Die Teilnahme an der Radreise ist nicht an die Teilnahme am Kirchentag gekoppelt. Der Reisepreis liegt noch nicht fest, Sie können sich mit einem Klick aber schon  in die InteressentInnenliste aufnehmen lassen oder nähere Infos anfordern.

Natürlich wird auch ein Reisebus nach Dresden angeboten.

Und wer in Dresden unsere Gäste aus der Partnerkirche in East Kerala/Südindien begleiten möchte, hat evt. auch die Chance auf ein Hotelbett in unmittelbarer Nähe zum Dresdner Hauptbahnhof.


Die Mauer schränkt nicht nur Palästinenser ein

Vom 6. bis 13. Oktober 2010 führte eine Studienreise des Evangelischen Dekanats Alsfeld nach Israel und Palästina.

Neben der Besichtigung antiker Stätten und dem Wandeln auf den Spuren Jesu stimmte insbesondere die aktuelle politische Situation die Teilnehmenden nachdenklich.

"Deutlich wurde für die Zuhörer dabei, dass das Land nicht nur zwischen Arabern und Juden, sondern auch in der jüdischen Gesellschaft selbst mit Blick auf Religiosität, Ethnien und politische Ausrichtung sehr partikular ist", schreibt Carsten Simmer in seinem Reisebericht für die Alsfelder Allgemeinde Zeitung am 02.11.2010.

Den Bericht können Sie hier einsehen und downloaden.