Bildung und Gemeinwesen? - Na klar, was sonst!

Erwachsenenbildung kann viele Ausrichtungen haben. Die meisten Angebote dienen der beruflichen Fort- und Weiterbildung.

Evangelische Erwachsenenbildung hat einen anderen Schwerpunkt. Bei uns geht es buchstäblich um Gott und die Welt:

  • Es geht uns um den Menschen. Es geht uns darum, was Sie erleben und wie Sie die Welt deuten.
  • Es geht uns um die Welt. Deswegen gehört die Förderung des bürgerschaftlichen Engagements ganz klar zum Profil kirchlicher Erwachsenenbildung.
  • Und es geht uns um das Wechselspiel zwischen Mensch und Welt. Und (spätestens) da kommt für uns Gott ins Spiel. Woher komme ich? Was tue ich hier? Wohin gehe ich? - Kirchliche Erwachsenenbildung hat ihr Fundament in der Bibel. Aber sie ist nicht fundamentalistisch. Sie fragt, sie diskutiert, sie macht (Deutungs-)Angebote. Aber Ihre Schlüsse sollen (und müssen) sie selber ziehen.

Schaut man in die Statistiken der anerkannten Bildungsträger, so sieht man: Politische Bildung ist - abgesehen von der gewerkschaftlichen Bildungsarbeit, die aber einen anderen Ansatz hat - nirgends prozentual so groß wie bei den kirchlichen Trägern.

Hier finden Sie einige kleinere Projekte, bei denen kirchliche Bildung in die Gesellschaft hineinwirkt.

Schauen Sie aber auch unter den derzeit größeren Projekten: BiBER, Deutsch für Flüchtlinge, Zukunftsfähiges Deutschland (abgeschlossen). Und mit Gut&Börse haben wir in der Wirkung sogar Deutschlands größtem Börsenspiel gezeigt, dass Geld auch etwas mit Ethik zu tun hat.


Unser BiBER - das bislang größte Projekt im Bereich Bildung und Gemeinwesen

Bürgerinnen und Bürger nehmen die Zukunft ihrer Dörfer selbst in die Hand. Die Evangelische Erwachsenenbildung vermittelt ihnen hierfür das Handwerkszeug.

Dies ist die schlichte Grundidee unseres BiBER-Projektes: Bildung bürgerschaftlichen Engagements für die Region.

Im März 2013 konnte der erste Ausbildungsgang abgeschlossen werden.

Anfragen erreichen uns aus der Evangelischen Kirche im Rheinland, der Evangelischen Landesorganisation für Erwachsenenbildung in Rheinland-Pfalz, der Landeskirche Braunschweig und weiteren.

Und unser BiBER will aufs Treppchen: Sowohl für den "Deutschen Bürgerpreis 2013" als auch für den Demografiepreis Hessen 2013" sind wir nominiert. Beide Entscheidungen werden im Oktober 2013 bekannt gegeben.

Und weil unser BiBER so umfangreich ist, füllt er ein eigenes Kapitel dieser Website.


Wie bestatten? - Eine Gemeinwesenmediation

Der alte Friedhof in Zeibach - bald der Ort für neue Bestattungsformen?

Die kommerziellen Bestattungswälder bei Lauterbach und Laubach, dazu - oder dadurch angeregt? - die Nachfrage durch Einwohnerinnen und Einwohner des Feldatals stelle die Kommunalgemeinde vor die Frage: Soll ein gemeindeeigender Bestattungswald angelegt werden?

Auf Anregung der Evangelischen Kirchengemeinde Groß-Felda führte die Evangelische Erwachsenenbildung ein beratendes Bürgerinnen- und Bürgerbeteiligungsverfahren durch.

Die Alsfelder Allgemeine berichtete über die Anfangs- und Abschlussveranstaltung.

Die Beschlussvorlage der beratenden Bürgerinnen- und Bürgerversammlung vom 16.09.08 finden Sie hier.

Begleitet und beraten wurde der Mediationsprozess durch die Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal. Den Bericht der AFD finden Sie hier.

Seit dem 17.12.2009 hat die Gemeinde Feldatal eine neue Friedhofssatzung. Ohne alle Vorschläge der Gemeinwesen-Mediation aufzunehmen, nimmt die neue Satzung doch das BürgerInnenbeteiligungsverfahren deutlich auf und kommt den Wünschen nach weiteren Bestattungsformen nach. Den kommunalpolitischen Prozess im Anschluss an das BürgerInnenbeteiligungsverfahren sowie Ausschnitte aus der neuen Friedhofssatzung finden Sie hier zusammengestellt.

Seit Herbst 2011 läuft ein ähnliches Verfahren der Bürgerbeteiligung in der Gemeinde Schwalmtal.


Fehlende Menschen

Nur als Schatten sichtbar - Der fehlende Mensch.

Nicht einmal ein Schatten ist heute mehr zu sehen, nur die Umrisse des fehlenden Schattens: Mit dem Projekt “Fehlende Menschen” wurde 2005/2006 in Nieder-Ohmen an die fehlende jüdische Bevölkerung und ihr Schicksal gedacht.

Ein Klick aufs Bild führt zur Dokumentation.